home Arteriovenose Malformation AVM im Hirn

Was ist eine AVM?

Eine arteriovenöse Malformation (AVM) ist eine Missbildung im Blutgefäßsystem. Es handelt sich um einen Kurzschluss zwischen einer Schlagader (Arterie) und einer Ader (Vene).

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Was ist eine AVM?

Eine arteriovenöse Malformation (AVM) ist eine Missbildung im Blutgefäßsystem. Es handelt sich um einen Kurzschluss zwischen einer Schlagader (Arterie) und einer Ader (Vene). Normalerweise führt eine Schlagader unter hohem Druck mit Sauerstoff angereichertes Blut. Dieses Blut strömt durch Kapillargefäße entlang der Hirnzellen. Dort wird der Sauerstoff abgegeben. Danach gelangt das sauerstoffarme Blut über kleine, abführende Gefäße in die großen, abführenden Adern. Bei einer AVM fehlen diese Kapillargefäße. An deren Stelle befindet sich ein abnormales Knäuel von kurzschließenden Gefäßen zwischen der Schlagader und der Ader. Dadurch entsteht ein hoher Druck auf die abführenden Ader(n).

Ursache und Entstehung

Die Ursache einer Hirn-AVM ist nicht bekannt. Wir vermuten, dass sich bereits vor der Geburt eine „Veranlagung“ bildet, die sich im Laufe des Lebens zu einer AVM entwickelt und häufig zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr zum Ausbruch kommt.

Wie häufig kommt eine AVM vor?

Eine AVM kommt relativ selten vor. Es ist nicht klar, wie viele Menschen eine Hirn-AVM haben. Jährlich wird bei 1 von 100.000 Personen eine AVM festgestellt.

Symptome

Ca. 70 % aller AVM werden entdeckt, ohne dass eine Blutung auftritt. Zum Beispiel aufgrund von Beschwerden in Form eines epileptischen Anfalls, vorübergehender Sprachstörungen oder Lähmungserscheinungen. Wir glauben, dass diese Beschwerden durch eine mangelnde Sauerstoffzufuhr zum betreffenden Bereich im Hirn verursacht werden. Eine AVM kann auch zufällig entdeckt werden, wenn aus anderen Gründen ein Scan des Kopfes gemacht wird.

Behandlung

Eine AVM, die nicht geblutet hat, muss nicht immer behandelt werden. Das ist in bestimmten Fällen auch nicht wünschenswert. Ihr behandelnder Arzt bespricht dies mit Ihnen.
Wenn die AVM behandelt werden muss, ist das Ziel der Behandlung, die AVM vollständig auszuschalten, um einer Blutung vorzubeugen, oder um Beschwerden zu verringern, bzw. zu beheben.

Untersuchung und Diagnose

Wenn Sie eine AVM haben, werden Sie von uns zu einem Neurochirurgen oder einem auf Hirnblutgefäße spezialisierten Neurologen verwiesen. Um sich ein genaues Bild über die AVM zu verschaffen, ist eine Gefäßuntersuchung (Angiographie) erforderlich.

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Untersuchung und Diagnose

Wenn Sie eine AVM haben, werden Sie von uns zu einem Neurochirurgen oder einem auf Hirnblutgefäße spezialisierten Neurologen verwiesen. Um sich ein genaues Bild über die AVM zu verschaffen und darüber, wie diese mit den umliegenden Blutgefäßen kommuniziert, ist eine Gefäßuntersuchung (Angiographie) erforderlich.
Für die Behandlung der AVM muss eine MRT des Hirns durchgeführt werden, um die Position der AVM und des umliegenden Hirngewebes genauer zu bestimmen.


Behandlungen von Gefäßknäueln im Hirn (AVM)

Das Ziel der Behandlung ist, die AVM vollständig auszuschalten, um einer Blutung vorzubeugen, oder um Beschwerden zu verringern, bzw. zu beheben. Zum Erreichen dieses Ziels stehen unterschiedliche Behandlungsmethoden zur Verfügung.

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Mit einer AVM leben


  • Wenn eine AVM entdeckt wird, besteht häufig Unsicherheit in Bezug auf Aktivitäten, bei denen ein stärkerer Druck auf den Kopf entsteht. Dabei kann man z.B. an Fliegen, Tauchen, Achterbahn, Drücken, Saunabesuch oder Sex denken. Es bestehen keine Hinweise darauf, dass diese Aktivitäten das Risiko einer neuen Blutung aus einer AVM steigern. Diese Aktivitäten dürfen daher ohne Bedenken unternommen werden.