Über die Behandlung

Das Ziel der Behandlung ist, die AVM vollständig auszuschalten, um einer Blutung vorzubeugen, oder um Beschwerden zu verringern, bzw. zu beheben. Zum Erreichen dieses Ziels stehen unterschiedliche Behandlungsmethoden zur Verfügung.

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Über die Behandlung

Das Ziel der Behandlung ist, die AVM vollständig auszuschalten, um einer Blutung vorzubeugen, oder um Beschwerden zu verringern, bzw. zu beheben. Sie sollten sich darauf einstellen, dass eine einmalige Behandlung in manchen Fällen nicht ausreichend ist.

Zum Erreichen dieses Ziels stehen unterschiedliche Behandlungsmethoden zur Verfügung. Die Wahl der passenden Behandlung ist jedes Mal aufs Neue „Maßarbeit“, über die das Behandlungsteam von Neurochirurgen, Neurologen, Neuroradiologen und Radiotherapeuten entscheiden müssen. Im Voraus kann nie mit Sicherheit gesagt werden, ob die Behandlung erfolgreich sein wird.

Wann behandeln?

Für eine AVM, die nicht geblutet hat, ist eine Behandlung nicht immer erforderlich. Das ist in bestimmten Fällen auch nicht wünschenswert.

Ihr genereller Gesundheitszustand, Alter, Position, Größe und Form der AVM, sowie die Risiken der Behandlung bestimmen, ob die AVM behandelt werden muss und welche Behandlung sich jeweils am besten eignet. Ihr Behandlungswunsch spielt bei dieser Entscheidung eine wichtige Rolle. Ihr behandelnder Neurochirurg oder Neurologe bespricht dies während Ihres poliklinischen Besuches mit Ihnen.

Es kann Argumente geben, eine AVM, die nicht geblutet hat, dennoch zu behandeln, z.B. um (sich verschlimmernde) Beschwerden der AVM zu beheben oder zu verringern. Wir wägen die Risiken der Behandlung gegen das Risiko einer Blutung ab.

Komplikationen

Jede Behandlung ist mit einem Risiko von Komplikationen verbunden. Bei einer Operation besteht das Risiko eines Hirnschadens in der unmittelbaren Umgebung der AVM und bei einer Embolisation besteht die Möglichkeit, dass sich plötzlich kleine Blutpfropfen lösen, wodurch ein Teil des Hirns nicht mehr mit Blut versorgt wird, oder dass eine Blutung auftritt. Bei der Gamma-Knife-Behandlung besteht das Risiko, dass in den ersten Jahren weiterhin das Risiko einer Blutung besteht. Es ist wichtig, die Vor- und Nachteile aller Behandlungsformen gegeneinander abzuwägen und mit dem Risiko einer Blutung bei Nichtbehandlung zu vergleichen.

Risiken

Das Blutungsrisiko einer AVM, die noch nicht geblutet hat, beträgt 2-3 % pro Jahr. Das Risiko einer erneuten Blutung nach einer AVM-Blutung beträgt im ersten Jahr nach der Blutung 6-8 % pro Jahr. In den darauf folgenden Jahren sinkt dieses Risiko auf 2-3 % pro Jahr ab.

Die Anwesenheit einer AVM in jungen Jahren und das dabei hinzugezählte Risiko der zu erwartenden Lebensjahre kann daher in der Erwägung, die AVM zu behandeln, eine Rolle spielen.

Operation

Das Ziel einer Operation ist, die Gefäßabweichung gänzlich zu beseitigen. Das macht der Chirurg mithilfe des Operationsmikroskops über eine Knochenbohrung im Schädel.

Embolisation

Über die Schlagader wird ein kleiner Schlauch bis zur Gefäßabweichung vorgeschoben. Die AVM wird mit Leim verschlossen und/oder mit Platinspiralen (Coils) aufgefüllt.

Stereotaktische Bestrahlung (LINEAC, Gamma-Knife)

Bei der Bestrahlung werden aus mehreren Richtungen von außerhalb des Schädels dünne Strahlenbündel auf die AVM gerichtet. Die AVM liegt genau an der Stelle, an der die Strahlen einander kreuzen. Durch die Bestrahlung werden die Gefäße verschlossen. Nach 2 bis 4 Jahren kann das Resultat der Bestrahlung gemessen werden.

Kombinationsbehandlung

Es besteht die Möglichkeit, beispielsweise zunächst Teile der AVM mithilfe von Embolisation zu behandeln, und zu einem späteren Zeitpunkt die gesamte AVM chirurgisch zu entfernen. Durch eine Kombination der unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten lassen sich in einigen Fällen komplizierte AVM dennoch ausschalten.

Behandlung über die Schlagader


Vorbereitung

Wenn Sie sich mit Ihrem behandelnden Spezialisten für eine Behandlung über die Schlagader entscheiden, müssen bestimmte Vorbereitungen getroffen werden.

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Vorbereitung

Wenn Sie sich mit Ihrem behandelnden Spezialisten für eine Behandlung über die Schlagader entscheiden, müssen bestimmte Vorbereitungen getroffen werden.

Sie werden zu einem poliklinischen Besuch beim Anästhesisten (Arzt, der die Narkose einleitet) eingeladen. Er oder sie beurteilt die Risiken der Narkose im Hinblick auf Ihren allgemeinen Gesundheitszustand. Gelegentlich ist diesbezüglich Rücksprache mit anderen Spezialisten erforderlich. Der Anästhesist gibt auch Anleitungen hinsichtlich der Medikamente, die Sie bis zur Behandlung weiterhin einnehmen können, oder aber absetzen müssen.

Meistens haben Sie im Anschluss an den Termin beim Anästhesisten einen Termin bei einem Arzt oder Pflegespezialisten der Abteilung Neurochirurgie. Hier finden das Aufnahmegespräch und die neurologische Untersuchung statt. Außerdem wird Ihnen das Verfahren erläutert, Sie erhalten Anleitungen und können Fragen stellen. Möglicherweise muss noch Blut abgenommen werden.

Meistens werden Sie am Morgen der Behandlung mit nüchternem Magen aufgenommen. Die Pflegekraft empfängt Sie, bereitet Sie vor und bringt Sie zum entsprechenden Zeitpunkt zum Behandlungszimmer.

Nach der Behandlung

Nach der Behandlung verbleiben Sie mehrere Stunden im Aufwachraum. Wenn Ihre Situation stabil ist, werden Sie wieder auf Ihr Zimmer in der Pflegeabteilung verlegt.

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Nach der Behandlung

Nach der Behandlung verbleiben Sie mehrere Stunden im Aufwachraum. Wenn Ihre Situation stabil ist, werden Sie wieder auf Ihr Zimmer in der Pflegeabteilung verlegt. Die Pflegekraft überprüft regelmäßig Ihren Bewusstseinszustand, Blutdruck, Pupillenreflexe und Ihre Wunde (oder Einstichöffnung in der Leiste). Sie sind an Überwachungsgeräte und an einen Tropf angeschlossen und haben einen Blasenkatheter. Die Wunde oder Einstichöffnung ist mit einem Pflaster abgedeckt.

Liegende Bettruhe

In den ersten Stunden nach der Behandlung über die Leiste müssen Sie flach im Bett liegen. Sie dürfen das Bein, das an der Seite der für die Behandlung verwendeten Leiste nicht beugen. Wenn Sie Blutverdünner verwenden, bekommen Sie meistens einen zusätzlichen Druckverband. Dieser Verband wird für mehrere Stunden angelegt, und beugt der Entstehung eines großen blauen Flecks vor. Die Pflegekraft teilt Ihnen mit, wann Sie aufstehen dürfen.

Meistens wird die Einstichöffnung der Schlagader mit einem Angio-SealTM verschlossen. Dabei handelt es sich um eine Art von Stopfen. In bestimmten Fällen ist dies nicht möglich. Dann wird Ihre Leiste nach Entfernung des Katheters 15 bis 20 Minuten abgedrückt. Anschließend wird Ihnen in der Leiste ein Druckverband angelegt. Das Angio-SealTM löst sich innerhalb von 3 Monaten auf.

Was benötigen Sie während der Aufnahme?

Außer Ihren täglichen Toilettenartikeln ist es im Allgemeinen empfehlenswert, angenehm sitzende Kleidung und Unterwäsche mitzunehmen, da Ihre Leiste nach der Behandlung empfindlich sein kann. 
Das Krankenhaus sorgt für Ihre Medikamente. Für den Fall, dass sich Lieferprobleme ergeben, ist es ratsam, Ihre eigenen Medikamente in Schachteln mitzunehmen.

Sie können Ihre Wertgegenstände auf eigenes Risiko in Ihrem Nachttisch mit Codeschloss hinterlassen. 

Nach Hause

Wenn Sie sich von der Narkose und der Behandlung erholt haben, dürfen Sie am Tag nach der Behandlung nach Hause gehen. Es wird ein Kontrolltermin bei Ihrem behandelnden Arzt 6 Wochen nach der Behandlung vereinbart. Der Oberarzt bespricht vor der Entlassung die Folgetermine mit Ihnen.
Nach einer Behandlung über die Leiste dürfen Sie 5 Tage nach der Operation keine Aktivitäten unternehmen, bei denen Druck auf die Leiste ausgeübt wird. Sie dürfen z.B. nicht schwer heben, pressen, Autofahren oder Radfahren.
Sie dürfen 24 Stunden nach der Operation wieder duschen.
Wenn Sie nach der Entlassung neue Medikamente einnehmen müssen, bekommen Sie ein Rezept. Sie können dieses Rezept in jeder beliebigen Apotheke abholen.

Probleme nach der Entlassung

Falls in der Woche nach der Behandlung nachstehende Symptome auftreten, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder die Abteilung Ihres Behandlungszentrums.

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Probleme nach der Entlassung

Falls in der Woche nach der Behandlung nachstehende Symptome auftreten, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder die Abteilung Ihres Behandlungszentrums.
  • Sie fühlen sich zunehmend benommen
  • Ihnen ist übel und Sie müssen sich übergeben
  • Sie haben Ausfallerscheinungen, wie z.B. Schwierigkeiten beim Sprechen oder weniger Kraft
  • die Wunde (in der Leiste) schwillt an
  • die Wunde oder die Leiste wird rot und die Schmerzen werden stärker
  • es kommt Blut, Flüssigkeit oder Eiter aus der Wunde
  • Sie haben kein Gefühl in Ihrem Bein und/oder Schmerzen im Bein
  • Sie haben Fieber
  • Ihre Kopfschmerzen werden schlimmer

Operative Behandlung


Vorbereitung

Wenn Sie sich mit Ihrem behandelnden Spezialisten für die operative Entfernung der AVM entscheiden, müssen bestimmte Vorbereitungen getroffen werden.

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Vorbereitung

Wenn Sie sich mit Ihrem behandelnden Spezialisten für die operative Entfernung der AVM entscheiden, müssen bestimmte Vorbereitungen getroffen werden. Sie werden zu einem poliklinischen Besuch beim Anästhesisten (Arzt, der die Narkose einleitet) eingeladen. Er oder sie beurteilt die Risiken der Narkose im Hinblick auf Ihren allgemeinen Gesundheitszustand. Gelegentlich ist diesbezüglich Rücksprache mit anderen Spezialisten erforderlich. Der Anästhesist gibt auch Anleitungen hinsichtlich der Medikamente, die Sie bis zur Behandlung weiterhin einnehmen können, oder aber absetzen müssen.

Meistens haben Sie im Anschluss an den Termin beim Anästhesisten einen Termin bei einem Arzt oder Pflegespezialisten der Abteilung Neurochirurgie. Hier finden das Aufnahmegespräch und die neurologische Untersuchung statt. Außerdem wird Ihnen das Verfahren erläutert, Sie erhalten Anleitungen und können Fragen stellen. Möglicherweise muss noch Blut abgenommen werden.

Meistens wird am Tag vor der Behandlung eine MRT Ihres Hirns vorgenommen, um die genaue Lage der AVM zu bestimmen, die dem Chirurg als Navigation dient. Wenn ein Wochenende dazwischen liegt, dürfen Sie diese Tage zuhause verbringen. An diesem Tag wird auch noch Blut abgenommen.

Meistens werden Sie am Morgen der Behandlung mit nüchternem Magen aufgenommen. Die Pflegekraft empfängt Sie, bereitet Sie vor und bringt Sie zum entsprechenden Zeitpunkt zum Behandlungszimmer.

Nach der Behandlung

Nach der Behandlung verbleiben Sie möglicherweise eine Nacht auf der Intensiv- oder Zwischenintensivstation, damit wir Ihre Körperfunktionen gut überwachen können.

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Nach der Behandlung

Nach der Behandlung verbleiben Sie möglicherweise eine Nacht auf der Intensiv- oder Zwischenintensivstation, damit wir Ihre Körperfunktionen gut überwachen können. Ihr behandelnder Arzt und Anästhesist (Arzt, der die Narkose einleitet) entscheiden, ob dies erforderlich ist.

Die Pflegekraft kontrolliert sehr regelmäßig Ihren Bewusstseinszustand, Blutdruck, Pupillenreflexe und Ihre Wunde (oder Einstichöffnung in der Leiste). Sie sind an Überwachungsgeräte und an einen Tropf angeschlossen und haben einen Blasenkatheter. Die Wunde oder Einstichöffnung ist mit einem Pflaster abgedeckt.

Was benötigen Sie während der Aufnahme?

Außer Ihren täglichen Toilettenartikeln ist es im Allgemeinen empfehlenswert, angenehm sitzende Kleidung und Unterwäsche mitzunehmen. 

Das Krankenhaus sorgt für Ihre Medikamente. Für den Fall, dass sich Lieferprobleme ergeben, ist es ratsam, Ihre eigenen Medikamente in Schachteln mitzunehmen.

Sie können Ihre Wertgegenstände auf eigenes Risiko in Ihrem Nachttisch mit Codeschloss hinterlassen. 

Nach Hause

Wenn Sie sich problemlos von Ihrer Operation erholt haben, dürfen Sie nach Hause gehen. Das ist meistens 2 bis 3 Tage nach der Operation der Fall, je nachdem, wie Sie sich fühlen. Es wird ein Kontrolltermin bei Ihrem behandelnden Arzt 6 Wochen nach der Behandlung vereinbart. Der Oberarzt bespricht vor der Entlassung die Folgetermine mit Ihnen.

Sie dürfen 24 Stunden nach der Operation wieder duschen.

Wenn Sie nach der Entlassung neue Medikamente einnehmen müssen, bekommen Sie ein Rezept. Sie können dieses Rezept in jeder beliebigen Apotheke abholen.

Haben Sie eine nicht-resorbiere Wundnaht? Ihr Hausarzt kann nach 8 Tagen die Fäden ziehen. Bei der Entlassung werden Sie darüber informiert.

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Probleme nach der Entlassung

Falls in der Woche nach der Behandlung nachstehende Symptome auftreten, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder die Abteilung Ihres Behandlungszentrums.

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Probleme nach der Entlassung

Falls in der Woche nach der Behandlung nachstehende Symptome auftreten, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder die Abteilung Ihres Behandlungszentrums.
  • Sie fühlen sich zunehmend benommen
  • Ihnen ist übel und Sie müssen sich übergeben
  • Sie haben Ausfallerscheinungen, wie z.B. Schwierigkeiten beim Sprechen oder weniger Kraft
  • die Wunde in der Leiste schwillt an
  • die Wunde oder die Leiste wird rot und die Schmerzen werden stärker
  • es kommt Blut, Flüssigkeit oder Eiter aus der Wunde
  • Sie haben kein Gefühl in Ihrem Bein und/oder Schmerzen im Bein
  • Sie haben Fieber
  • Ihre Kopfschmerzen werden schlimmer

Stereotaktische Bestrahlung


Vorbereitung

Wenn Sie sich mit Ihrem behandelnden Spezialisten für eine Behandlung mit Gamma-Knife entscheiden, müssen bestimmte Vorbereitungen getroffen werden

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Vorbereitung

Wenn es sich bei einer der Behandlungsmöglichkeiten um eine Gamma-Knife-Behandlung handelt, bespricht Ihr behandelnder Arzt Ihre Daten mit dem Gamma-Knife-Spezialisten. Sie werden zu einem Gespräch im Gamma-Knife Zentrum eingeladen. Wenn Sie gemeinsam mit dem Gamma-Knife-Spezialisten beschließen, sich dieser Behandlung zu unterziehen, müssen einige Vorbereitungen getroffen werden.
 
Am Behandlungstag werden Sie zum vereinbarten Zeitpunkt im Gamma-Knife-Zentrum erwartet. Für diese Behandlung ist ein nüchterner Magen erforderlich. Eine Pflegekraft und ein radiotherapeutischer Laborant empfangen Sie und begleiten Sie den ganzen Tag über.

Die Behandlung beginnt mit dem Aufsetzen eines leichtgewichtigen Metallrahmens, der unter örtlicher Betäubung mithilfe von Schrauben stabil an Ihrem Kopf befestigt wird. Dieser Rahmen ist für die präzise Erstellung und Durchführung des Behandlungsplans erforderlich. Vor dem Aufsetzen des Rahmens werden Ihnen anhand einer Injektion in den Oberschenkel und einer Tablette Schmerzmittel verabreicht. Während des Aufsetzens des Rahmens entsteht in und auf Ihrem Kopf ein Druckgefühl. Dieses Druckgefühl wird nach einigen Minuten weniger stark. Im Laufe des Morgens wird ein Kunststoffhelm auf den Rahmen gesetzt, um die Abmessungen des Kopfes zu ermitteln.

Nach dem Aufsetzen des Rahmens auf Ihrem Kopf werden eine MRT und eine Angiographie (Röntgenfoto der Blutgefäße) vorgenommen. Diese werden zur präzisen Ermittlung der AVM benötigt. Für die Durchführung der MRT werden Sie mit dem Rahmen am Tisch des MRT-Scanners befestigt. Weitere Informationen können Sie der Broschüre MRT-Untersuchung entnehmen. Bei der Angiographie wird Ihnen eine Kontrastflüssigkeit verabreicht. Diese Kontrastflüssigkeit sorgt für eine gute Abbildung der AVM auf dem Röntgenfoto. Die Kontrastflüssigkeit verursacht leichte Nebenwirkungen, wie z.B. ein Wärmegefühl, das sich im Körper ausbreitet, einen merkwürdigen Geschmack im Mund und Harndrang. In manchen Fällen tritt Übelkeit auf. Diese Symptome verschwinden meistens nach einigen Minuten. Die Kontrastflüssigkeit wird über einen dünnen Katheter (kleiner Schlauch) über die Leistenschlagader verabreicht. Dieser Katheter wird über die Blutbahn bis in das Gebiet vorgeschoben, an dem die Kontrastflüssigkeit benötigt wird. Nach den Röntgenfotos wird der Katheter wieder aus der Schlagader in der Leiste entfernt und diese wird danach ca. 10 Minuten lang fest zugedrückt. Nach der Angiographie kommen Sie wieder auf Ihr Patientenzimmer zurück und müssen dort 4 Stunden flach im Bett liegen bleiben. Die MRT und die Angiographie nehmen insgesamt ca. 1½ Stunden in Anspruch.

Der Radiotherapeut-Onkologe, Neurochirurg und klinische Physiker erstellen gemeinsam einen Behandlungsplan. Dabei wird errechnet, wie und wie oft Sie in das Gerät geschoben werden müssen, die sogenannten Shots. Wie lange es dauert, um den Behandlungsplan zu erstellen, ist von der Abweichung abhängig. Sie können in der Zwischenzeit auf Ihrem Zimmer bleiben. Wenn der Plan fertig ist, wird dieser digital an das Bestrahlungsgerät gesendet.

Sie werden mit dem Rahmen am Behandlungstisch befestigt. Der radiotherapeutische Laborant führt die letzten Kontrollen durch, verlässt dann das Behandlungszimmer und daraufhin wird mit der Behandlung begonnen. Während der Behandlung wird die zu behandelnde Abweichung schrittweise in den Mittelpunkt des Gamma-Knife positioniert. Das erfolgt anhand kleiner Verschiebungen des Tisches. Sie werden ca. bis an Ihre Taille in das Gerät geschoben, um bestrahlt zu werden. Sie fühlen, riechen und sehen nichts von der Strahlung, die für Ihre Behandlung eingesetzt wird. Während der Behandlung besteht die Möglichkeit, über die Gegensprechanlage mit dem Laboranten zu sprechen. Der Laborant kann Sie auch über ein Kamerasystem sehen. Während der Behandlung besteht auch die Möglichkeit, Radio oder Ihre eigene Musik zu hören. Die Dauer der Behandlung ist erst nach der Erstellung des Behandlungsplans bekannt und kann sich auf mehrere Stunden belaufen.
 

Nach der Behandlung

Nach der Behandlung wird der Rahmen abgenommen. Während des Abnehmens des Rahmens kann in und auf Ihrem Kopf ein Druckgefühl entstehen, das auch Kopfschmerzen verursachen kann. Sie können am selben Tag noch nach Hause. Sorgen Sie für Begleitung: Sie dürfen sich nicht selber ans Steuer setzen.

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Nach der Behandlung

Nach der Behandlung wird der Rahmen abgenommen. Während des Abnehmens des Rahmens kann in und auf Ihrem Kopf ein Druckgefühl entstehen, das auch Kopfschmerzen verursachen kann. Wenn diese Kopfschmerzen auftreten, können Sie um ein Schmerzmittel bitten. Wenn der Rahmen abgenommen ist, bleiben Sie gegebenenfalls noch eine kurze Weile im Zimmer, um sich etwas auszuruhen.

Sie können am selben Tag noch nach Hause. Sorgen Sie für Begleitung: Sie dürfen sich nicht selber ans Steuer setzen. Bevor Sie nach Hause gehen, findet ein Abschlussgespräch mit dem Radiotherapeuten-Onkologen statt, in dem die Behandlung, die Kontrollen und die eventuellen Nebenwirkungen nochmals besprochen werden.
 

Probleme nach der Entlassung

Durch die eingesetzten Schrauben entsteht in der ersten Woche nach der Behandlung gelegentlich eine Schwellung der Augenlider und/oder ein taubes Gefühl auf dem Kopf. Es besteht ein Risiko der Hirnschädigung durch die Behandlung. Schwer invalidisierende Schäden kommen nur äußerst selten vor.

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Probleme nach der Entlassung

Durch die eingesetzten Schrauben entsteht in der ersten Woche nach der Behandlung gelegentlich eine Schwellung der Augenlider und/oder ein taubes Gefühl auf dem Kopf. Die Schwellung verschwindet nach einigen Tagen, das taube Gefühl kann etwas länger andauern.

Je nach Position der AVM kann in diesem Bereich Haarausfall auftreten. Meistens gibt es nach der Behandlung keine weiteren Beschwerden. Falls dennoch akute Beschwerden auftreten sollten, können Sie sich an die Abteilung wenden, in der Sie sich der Behandlung unterzogen haben.

Es besteht ein Risiko der Hirnschädigung durch die Behandlung. Schwer invalidisierende Schäden kommen nur äußerst selten vor. Die Art des Schadens und das jeweilige Risiko werden vom behandelnden Arzt mit Ihnen besprochen. Wenn das Risiko zu groß ist, wird die Behandlung nicht durchgeführt.